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Unerhört!? | Hörschädigung – (k)eine Frage des Alters

Mittwoch, 28. August 2019 - 17:00
Augustinum

Eintritt frei


Vortrag von Danielle Chlupka, Hörgeschädigten-Pädagogin im SchulCentrum Augustinum

400.000 Töne kann ein gesundes, menschliches Ohr unterscheiden, von unserer kaum hörbaren Hörschwelle bei 0 Dezibel bis zum Krach eines Presslufthammers bei 120 Dezibel. Aber fast jeder fünfte Deutsche ab dem 14. Lebensjahr hört schlecht. Ab dem 65. Lebensjahr sind ca. 50% der Männer und 33 % der Frauen von Schwerhörigkeit betroffen. Die meisten merken freilich zu spät, dass sie nur noch einen Bruchteil der Geräusche wahrnehmen bzw. der Sprache verstehen, denn der späte Hörverlust verläuft meist schleichend. Oft registrieren es die Partner, Eltern und Kinder, Freunde und Kollegen eher als die Betroffenen selbst, dass bei ihnen nicht mehr alles ankommt. Irgendwann wird das Verstehen dann zur Schwerstarbeit. Das muss nicht sein, weiß Danielle Chlupka aus eigener Erfahrung. Die Hörgeschädigten-Pädagogin aus dem SchulCentrum Augustinum ist selber seit ihrem 3. Lebensjahr zu 50 % hörgeschädigt. Sie trägt ihre Hörgeräte selbstbewusst wie einen Schmuck.

Neben ihrer Arbeit im SchulCentrum Augustinum ist Danielle Chlupka seit 2012 Dozentin an der Fachakademie für Heilpädagogik und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie referiert in ihrem Vortrag sowohl über Ursachen und Auswirkungen von Hörschädigungen als auch über gelungene Hör- und Kommunikationsstrategien für ein aktives und autarkes soziales Leben. Nach ihrem Vortrag steht Danielle Chlupka für alle Fragen rund um das Hören gern zur Verfügung. Guthörende Angehörige und Interessierte haben zudem die Möglichkeit, mit Kopfhörern und Hörgeräten einen Eindruck zu bekommen, wie schwierig das eingeschränkte Hören ist.